Landschaftsfotografie erfindet sich neu in André Wagners Debüt Authentic Nature. Genauer gesagt erschafft sie sich selbst. Zunächst schöpft sie aus dem Fundus der Malerei. Was ist echt? Ist es manipuliert, digital überarbeitet, analog übermalt? Authentic Nature. Wo kommt sie her, diese Landschaft, diese glaubwürdig unglaubwürdige Ästhetik. Fast zu fabelhaft um wahr zu sein, doch ohne das Auge mit Kitsch zu beleidigen. Von den sanften Tönen der Malerei wechselt der Stil zu einem Graffiti aus Feuer und Licht. Auch hier erschaffen die Elemente eine neue Form der Landschaft. Diesmal weniger fabelhaft als mehr mystisch performativ. Wo fängt die Fotografie an, wo hört sie auf, was ist ihr Verdienst?

Feuer, Wind, Wasser und Erde scheinen sich verselbständigt zu haben. Die Handschrift André Wagners ist deutlich zu erkennen, doch sie tritt zurück und macht den Elementen Platz. Sie zieht sich zu guter Letzt zurück in die Stille des Waldes, wo alles ruht und doch so stark ist. Authentic Nature.

Text von Verena Loewenhaupt aus dem Buch Authentic Nature erschienen 2008 im Schaden Verlag: 

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24 Werke / 2008

 

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