MOVEMENT IN A CIRCLE . 2011-2014

"These unique photographs are startling in their intensity and their ability to capture the magical essense of Sacred India." 

Krishna Das, amerikanischer Sänger

Aus Wagners Werk spricht eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, aber auch mit den Menschen im Hier und Jetzt. Neue Bilder zeigen Pilger aus einer erhöhten Perspektive.

 

Diese reihen sich ein in eine ganze Gruppe von Arbeiten, die in Indien entstanden sind – einem Land, dessen spirituelle Lebenswelt den Künstler schon lange interessiert. Die farbenfroh gewandeten Menschen, denen Wagner in Indien begegnet, zeigt er nun nicht unscharf, sondern, im Gegenteil, überaus präzise: Die hier gefundene Spiritualität begreift das für unsere Augen oft so exotische Leben, das hier noch gegenwärtig ist – Wagner fangt es auf sinnliche Weise ein, zeigt Tempel, heilige Statten und Zeremonien. „Ich reise Gern ins Unbekannte. An Orte, von denen ich noch nichts weiß… Wenn ich dort ankomme, will ich nicht an der Oberfläche dahingleiten, sondern mit der Kamera das Verborgene, das Unsichtbare sichtbar machen“, so Andre Wagner.

 

Neue Arbeiten präsentieren einzelne Pilger oder auch Pilgergruppen auch bei ihren nächtlichen Wanderungen. Surreal werden Sie von einem gleichsam metaphysischen Licht illuminiert. Erwartungsvoll blicken sie nach vorne – ins Blitzlicht des Fotografen. Auch mit diesen Bildern hat Wagner Ikonen geschaffen: Sinnbilder für die Gegenwärtigkeit religiösen Lebens im 21. Jahrhundert. „Vergänglichkeit, Lebensfluss und Sinnsuche sind Themen, die mich in der Fotografie interessieren“, so hat der Berliner sein Schaffen einmal resumiert.

 

„Movement in a Circle“ spielt auf die Praxis des „Parikrama“ an, die versunkene, andächtige Umrundung eines heiligen Ortes durch einen oder mehrere Pilger.

 

Marc Peschke, Kunsthistoriker